Agrar-Modellbau im Maßstab 1:32

Rundumleuchte 5 – Steuerelektronik und Endmontage

Der mechanische Teil des Projektes ist bis auf  das abschließende Aufkleben der Leuchtenkörper soweit abgeschlossen. Jetzt geht es mit der Steuerelektronik und die Integration in die Elektronik des SIKU Deutz X720 weiter.

Im Original sind die Umdrehungsgeschwindigkeiten der Rundumleuchten nicht miteinander synchronisiert. Das soll im Modell genau so realisiert werden. Deshalb wird jede Rundumleuchten separat angesteuert.  Zum Einsatz kommt hier ein Mikroprozessor ATMEL Tiny24, der für diese Aufgabe 8 Schaltausgänge zur Verfügung stellt. Die Stelle des Einbauortes war schnell gefunden. Es gab 2 Möglichkeiten:

  1. 9 Kabel vom Dach bis zum Decoder unten im Traktor ziehen und die Steuerung dort unterbringen oder
  2. die Steuerelektronik im Dach einbauen und nur eine Leitung zum An- und Ausschalten durch den Traktor ziehen.

Ich habe von Anfang an die 2. Möglichkeit favorisiert und nach einem möglichen Einbauort im Dach gesucht. Ein Stück Kinderknete zwischen Empfängerplatine und Dach gepresst, ergab einen Freiraum von fast 3mm. Das ist für einen Chip auf Leiterplatte zu wenig Platz. Aber ein relativ dünner SMD-Baustein ohne Leiterplatte passt da wunderbar rein. Zunächst wurde aber von mir noch geprüft, ob die Kabel im Dach die HF-Empfangseigenschaften wesentlich beeinflussen. Dazu habe ich eine Messingplatte auf das Dach gelegt. Zumindest im heimischen Nahbereich konnte ich keine Auswirkungen feststellen. Damit war der endgültige Einbauort festgelegt.

Die Lötarbeiten wurden nicht direkt im Dach, sondern auf einem separaten Brett ausgeführt. Die gesamte Einheit aus den 2 Rundumleuchten und dem Elektronikbaustein konnte anschließend an den endgültigen Einbauort gehoben und fixiert werden. Leider war dabei ein Kabel abgegangen, also musste doch noch im Dach gelötet werden. Ein Stück Hafa-Platte zwischen Chip und Dach geschoben brachte dabei die notwendige thermische Isolation. Die Reparaturlötung war dadurch kein Problem für das Plastikdach. Den Chip und alle dünnen Kabel habe ich mit Sekundenkleber fixiert, besonders in der Nähe der Austrittsöffnungen aus den Dachträgern. Auf die HF-Empfängerplatine wurde dann noch zusätzlich eine dünne Isolierschicht gelegt.

Die Betriebsspannung für die Steuerelektronik wird von der Empfangsplatine abgezapft. Dadurch muss letztlich nur ein zusätzliches Kabel mit nach unten verlegt werden. Ich verwende hierfür dünne Litze mit einem Querschnitt von nur 0,05 mm². Diese kann im Kabelbaum von der Empfangsplatine mitgeführt werden.

Die Arbeiten am Dach sind damit beendet. Die Fahrerkabine kann wieder montiert und der Trecker weitgehend wieder zusammengeschraubt werden. Was noch fehlt ist das Schaltsignal für die Steuerelektronik zum An- und Ausschalten der Rundumleuchten. Der im Traktor bereits vorhandene taja-Decoder für 2 Servomotoren besitzt mehrere Schaltausgänge, die den 6 oberen Tasten der SIKU Fernbedienung zugeordnet sind. Zum Schalten benutze ich sinnvollerweise den Ausgang, der durch die rechte obere Taste (Signalleuchte) angesteuert wird. Geschaltet wird, indem der Schalteingang der Lampenansteuerung auf Masse gezogen wird.

Bis auf die eingangs erwähnten Arbeiten ist das Projekt Rundumleuchten damit abgeschlossen.

Ein Vorführvideo wird noch in den nächsten Tagen folgen.

1 Kommentar
  1. Super Arbeit, die thermische Isolation mit der Hafa-Platte finde ich echt gut gelöst. Ist wahrscheinlich auch der einzigste Weg die Vorrichtung auf dem kleinen Raum vor den Temperaturunterschieden zu schützen.

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