Agrar-Modellbau im Maßstab 1:32

Der taja-Decoder für Fahrregler und ein Spindelantrieb

Der kleine kompakte taja-Decoder DI10.0-2R und der neue externe Decoder DX10.0-2R steuern handelsübliche Fahrregler, wie z.B. den ER100, an. Bewegungsabläufe, die nur mit Motoren bzw. Getriebemotoren erreicht werden, können mit diesen Decodern umgesetzt werden. Ein denkbarer Einsatzfall ist der Betrieb eines Spindelantriebs in einem Anhänger.
Komponenten vom Beginn der Entwicklung an live zu testen, ist der beste Weg, um ein stabiles Steuerprogramm zu programmieren und eine hohe Produktqualität zu gewährleisten. So ist auch dieser Umbau endstanden.
Zum Einsatz kommen ein externer taja-Decoder, eine Prototypversion des aktuellen DX10.0-2R, ein Fahrregler ER100 und ein Getriebemotor mit einer Untersetzung von 1:298.
Die Spindel besteht aus 4mm Gewindestahl aus dem Baumarkt. War gerade in der Bastelkiste, es gibt bestimmt auch leichteres Material. Die Welle wird mit zwei kleinen Kugellagern gelagert. Der bewegliche Teil, ist ein Stück Vollmessing 6x6mm, in das ein 4mm Gewinde geschnitten wurde. Längst zur Spindel wird auch der Motor eingebaut und mit einer Rohrhülse verbunden. Ein leichter Versatz zwischen Motorwelle und Spindel kann durch einen kartanähnlichen Verbund ausgeglichen werden.

Getriebemotor und Spindel mit einer Hülse verbunden

Getriebemotor und Spindel mit einer Hülse verbunden

Längst zur Spindel wird auch der Motor eingebaut und mit einer Rohrhülse verbunden. Ein leichter Versatz zwischen Motorwelle und Spindel kann durch einen kartanähnlichen Verbund ausgeglichen werden. Auf der Zeichnung ist die Verbindungstechnik gut zu erkennen. Die Schlitze in den Wellen werden mit einer dünnen Trennscheibe eingeschliffen. Versuche, den Stahl mit einem 0,8mm Bohrer durchzubohren, habe ich recht schnell aufgegeben. Die Bohrer glühen zu schnell aus und kühlen lässt sich das Ganze auch nicht richtig.

Die Trägerbleche für Motor und Kugellager bestehen aus 1mm Messing, ebenfalls gerade in der Bastelkiste vorrätig. Diese wurden mit 2 Komponentenkleber in den Rahmen eingeklebt. Schrauben ist hier nicht nötig, da in diesem Maßstab nur geringe Kräfte auftreten. Der Kleber reicht dafür allemal.
Auf der Decoderplatine wurde der Klinkenstecker weggelassen und stattdessen nahe an der Zugvorrichtung eine separate Leiterplatte mit Buchse eingeklebt. Von da aus gehen die Kabel für die Steuersignale und das Massekabel an den hinten gelagerten Decoder.

Schaltplan mit DX100, ER100 und Getriebemotor im Anhänger

Schaltplan mit DX100, ER100 und Getriebemotor im Anhänger

Der Akku, ein kleiner LiPo mit 180mAh, ist fest eingebaut. Zum Abschalten der Stromversorgung wurde noch ein kleiner Schiebeschalter angebracht. Dieser erfüllt eine Doppelfunktion. In der einen Stellung wird die Betriebsspannung für Decoder und Motor zugeschaltet, in der anderen Stellung kann über eine zusätzliche Buchse der Akku geladen werden. Ob der Akku nun fest eingebaut wird oder zum Laden herausnehmbar angebracht wird, ist immer so eine Grundsatzentscheidung. Ich komme mit der festen Variante gut zurecht. Ein richtig vollgepumpter Akku hält schon mehrere Betriebsstunden. Und sollte er während des Einsatzes doch leer werden, wird auf einen anderen Anhänger ausgewichen.

Anschließend folgen noch zwei Videos, einmal der Anhänger von der Seite und einmal von unten während des Betriebs aufgenommen.

 


 

 

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