Agrar-Modellbau im Maßstab 1:32

Rundumleuchte 2 – Der Kern einer Rundumleuchte entsteht

Die Rundumleuchten werden mit 4 Leuchtdioden ausgestattet. Die Abmessungen des Grundkörpers sind durch die Originalteile des Deutz vorgegeben. Der Durchmesser muss kleiner als 2,5mm sein, ein größeres Loch bekommt man in die Rundumleuchte nicht hinein.
Als Leuchtmittel habe ich mich für orange leuchtende SmartLED’s von OSRAM entschieden. Die sind mit den Abmessungen 1,7mm x 0,8mm x 0,65mm bestens geeignet.

Die SmartLED’s von Hand zu verlöten ist kein so großes Problem. Mit Hilfe einer ordentlichen Lupenbrille lassen sich die kleinen Dinger gut erkennen. Zum Löten fertigte ich mir eine einfache Vorrichtung zum Fixieren an. Dazu wird ein Stück ca. 0,4mm dicker und 5 cm langer Federstahldraht an den Enden mit zwei Holzschrauben auf ein Stück Holz geschraubt. Unter diesen Draht kann dann eine LED geschoben werden. Die Spannkraft ist gerade so hoch, dass die LED während des Lötens nicht verrutschen kann.

Zunächst wird nur eine Zuleitung pro LED, jeweils an die Katode, angelötet. Ich verwende dafür No-Clean-Lötpaste, die eigentlich im SMD Bereich Verwendung findet. Der Vorteil ist, dass keine Lötrückstände, wie z.B. beim Einsatz von Kolophonium, zurück bleiben. Eine nachträgliche Reinigung der Bauelemente führe ich allerdings doch aus, denn die Lötpaste kann im heißem Zustand ganz leicht spritzen und so bleiben an einigen Stellen winzig kleine Lötzinnkugeln hängen. Um die thermische Belastung der LED gering zu halten, wird mit der üblichen 1-2 Sekunden-Lötung gearbeitet. Dabei lieber mehrfach probieren den Draht anzulöten, als durch langes Erhitzen das Bauelement zu zerstören.

Der nächste Schritt wird sein, die 4 vorkonfektionierten LED’s kreuzförmig anzubringen. Als Trägermaterial dient ein Stück einer alten Leiterplatte, welche bedingt hitzebeständig und vor allem nichtleitend ist. Mit einem Dremel wird aus der Leiterplatte ein Vierkant-Profil  herausgeschnitten und mit Hilfe einer Nadelfeile auf eine Kantenlänge von 0,9mm x 0,9mm zurechtgefeilt. Darauf werden mit Sekundenkleber die LED’s geklebt. Die kabelfreie Seite sollte dabei jeweils 0,1mm über das obere Ende herausragen. Nachdem alles gut durchgetrocknet ist, können die Anoden untereinander und mit dem Zuleitungsdraht verbunden werden. Ich verwende hier wieder Lötpaste, die mit Hilfe einer Nadel auf die zukünftige Lötstelle aufgebracht wird. Dann wird das Kabel aufgelegt und alles miteinander verlötet.

Der Zeitaufwand inklusive Vorbereitung liegt bei ca. einer halben Stunde.

Schreibe einen Kommentar

Neueste Artikel